Digitaler Detox im Urlaub – macht einfach mal abschalten wirklich Sinn?

Wie funktioniert digitaler Detox im Urlaub?

Neele hat in ihrem Blog Fifibene zu einer Blogparade mit dem Thema „Digitaler Detox“ aufgerufen und fragt in die Runde, ob es für uns Sinn macht, einfach mal das Smartphone und alle anderen digitalen Energie- und Zeiträuber abzuschalten.

Ihr Eigenversuch läuft acht Tage, in denen sie auf alles verzichten möchte. Zugegeben finde ich Experimente dieser Art sehr spannend, frage mich aber, ob das Ziel dahinter durch so ein Extrem wirklich erreicht wird.

So glaube ich nicht, dass sich die Grundhaltung eines Menschen ändert, nur weil man mal für eine gute Woche komplett auf etwas verzichtet hat.

Depressionen durch Smartphones

Neele spricht an, dass viele Menschen, die mehr als zwei Stunden täglich aufs Smartphone schauen durch ihre gebückte Körperhaltung automatisch ihre Psyche beeinflussen würden. Da der Kopf so lange gesenkt ist, nimmt der Körper diese Haltung als mutlos auf und sendet dieses Gefühl an das Gehirn weiter.

Meine Meinung: Bevor die Depression auftaucht sollte eine Überreizung des Körpers auf jeden Fall vermieden werden. Auch der tägliche Vergleich des eigenen Lebens mit dem von Bekannten via Facebook ist meist nutzlos und kann sogar gefährlich werden. Aber, wenn wir uns jetzt etwa für den Urlaub vornehmen, unsere Mailaccounts, Facebook, WhatsApp und Sms nicht zu checken – ändert das wirklich etwas?

Experiment: Einfach abschalten

Sicherlich ist es interessant zu sehen, wie wir reagieren, wenn wir beim Warten auf’s Essen im Restaurant nicht mal eben das Smartphone zücken. Oder was passiert, wenn wir am Strand liegend einfach nur die Sonne und das Meeresrauschen genießen würden statt Fotos von den schönsten Wellen zu machen. Und uns dann vielleicht zu ärgern, dass das Internet am Strand zu langsam ist, um das Bild bei Instagram hochzuladen.

Wenn wir jedoch im Urlaub komplett auf Social Media und Co. verzichten würden und wir im Anschluss im Alltag in genau das gleiche Verhalten wie vor dem Urlaub zurückfallen, dann hat sich nichts geändert und das Experiment hat keine nachhaltige Wirkung gezeigt.

(www.travelfriend.de) Digitaler Detox statt Selfies

Nachhaltigkeit mit kleinen Schritten erreichen

Dann wäre es vielleicht einfach besser, wenn man mit kleinen Schritten beginnt und versucht, sich diese im Urlaub anzugewöhnen, so dass man dieses Verhalten auch im Alltag weiterführen kann und langfristig weniger Stress und mehr Freude hat.

Mit diesen drei Tipps habe ich persönlich den digitalen Detox gestartet

  1. Keine Mails vor dem Frühstück lesen

    Ganz einfach: Früh Morgens sind wir noch nicht so leistungsfähig und für schlechte Nachrichten noch nicht so gut gewappnet wie nach einem guten Start in den Tag mit Kaffee und Müsli und ein paar Minuten Ruhe nur für uns. Danach können uns News, Anfragen und Probleme nicht so schnell aus dem Konzept bringen.

  2. Facebook nur dreimal am Tag aufmachen

    Eigentlich wollte ich etwas recherchieren und schwupps hab ich kurz bei Facebook reingeschaut und schon ist eine viertel Stunde wertvolle Zeit verstrichen, obwohl ich anderes zu tun habe. Wer kennt das nicht? Mein Tipp: Alle Benachrichtigungen (Mails von Facebook, Sounds und Pop-Ups auf dem Smartphone) deaktivieren und nur dann bei FB reinschauen, wenn man es wirklich will und auch ein Zeitfenster dafür hat.

  3. Eine Stunde vor dem Schlafen gehen alle Geräte in den Flugmodus versetzen

    Wann habt ihr das letzte Mal ein Buch gelesen? Oder mit dem Partner im Bett gelegen und einfach gequatscht? Die analoge Welt ist gar nicht so schlecht und hilft ungemein, zu entspannen – besonders vor dem Schlafen gehen. Versucht es einfach mal.

Fazit: digitaler Detox als sanfter Entzug

Man muss nicht gleich ins Kloster gehen oder alle Geräte für eine Woche lahmlegen. Ein paar Stunden jeden Abend reichen für den Anfang aus. Das ist dann zwar nicht der große digitale Detox, aber ein sanfter Entzug hat manchmal schon mehr gebracht als eine Hauruck-Aktion, die keine Veränderung hervorruft. Probiert es mal aus!

Hi, ich bin Marni. Meinen ersten Blog habe ich 2001 gestartet und hier möchte ich Euch inspirieren und viele Tipps für ein gutes Leben geben. Ich mag es entspannt und liebe einfache Lösungen – ob im Job, auf Reisen oder zu Hause. Meine Brötchen verdiene ich als Social Media Consultant und Content Managerin.

Sammelwut vs. Minimalismus auf Reisen

Heute habe ich ein interessantes Thema auf dem Blog von Sarah entdeckt – es geht um Sammelwut. Sie hat zu einer Blogparade auf ihrem Blog Fashion-Library aufgerufen und wenn ihr wollt, könnt ihr mit eurem eigenen Blog daran teilnehmen.

Da wir nun seit einem halben Jahr etwa immer mal wieder für ein bis zwei Monate nicht in unserer Heimat, sondern in Ferienwohnungen über AirBnB gewohnt haben ist dies für mich ein Anlass, mal aus meiner Sicht über meine angeborene Sammelwut zu schreiben – und meine Bemühungen, etwas minimalistischer zu leben.

Ich schreibe bewusst „etwas minimalistischer“, da mir klar ist, dass eine Umstellung von 0 auf 100 oftmals nicht optimal umsetzbar ist. Ich würde dann eher missmutig werden, wenn ich gesteckte Ziele nicht erreichen würde und schneller die Flinte ins Korn werfen.

Ihr solltet wissen, ich stamme aus einer Familie mit einer langen Sammlertradition. Damit meine ich keine Münzen oder selten Briefmarken – wenn ich mir die Sammlungen meiner Großeltern mal so anschaue, dann handelt es sich eher um „praktische Sammlungen“.

Mein Opa hatte Unmengen von Werkzeugen, Gartengerätschaften und sogar eine kleine Schusterwerkstatt im Gartenschuppen untergebracht. Omas Knopfsammlungen haben mich schon als Kind fasziniert und es gibt kaum etwas an Hausrat, was sie nicht in mehrfacher Ausführung besitzt.

Sammelwut vs. Minimalismus

Dieses Gen wurde mir somit wahrscheinlich in die Wiege gelegt und ich versuche nun seit ein paar Jahren schon, mich immer wieder von alten ungenutzten Gegenständen zu verabschieden.

Manchmal versuche ich das auch bei Oma, aber bis jetzt bin ich daran gescheitert – als ich zum Beispiel ihre alten Wecker auf dem Flohmarkt verkaufen wollte. „Kind, bist du verrückt? Solch gute Wecker kannst du heute in keinem Laden mehr kaufen!“

Viele Sammlungen werden gar nicht so bewusst angelegt, aber irgendwie ergeben sich bestimmte Sammlungen aus kleinen Ticks heraus.

So greife ich beim Shoppen etwa am liebsten zu gestreiften Shirts – und habe somit eine Sammlung von etwa fünf bis sieben Shirts im Marine-Look. Im Urlaub und bei Wanderungen liebe ich es, kleine Steine zu sammeln und die schönsten davon zu behalten.

Das sind natürlich keine bewusst angelegten Sammlungen sondern eher kleine Spleens die dann bei näherer Betrachtung schon ein wenig in Sammelleidenschaft ausarten können.

Ich kann nur sagen, dass Angebote für jeden Sammler echte Herausforderungen sind – das kann eine günstige Teilsammlung bei eBay sein (Massenkonvolut Nähgarn – yay!) oder dieses eine Teil einer Silberbesteckserie auf dem Flohmarkt, das einem bestimmt nicht so schnell wieder über den Weg laufen wird.

Seit dem ich aber immer häufiger auch für längere Zeit unterwegs bin, ohne Zuhause meine Souvenirs abladen zu können oder viele Sachen Zuhause auch mal acht Wochen am Stück nicht genutzt habe – weil ich einfach nicht dort war – merke ich wie viele der schönen Dinge, die ich so besitze gar nicht brauche.

Was mich wirklich beschäftigt sind die Menschen, denen ich begegne, meine Freunde, Musik die ich höre und Bücher die ich lese – und natürlich meine Arbeit. Aber dazu benötige ich nicht viel. Einen Laptop, Kindle, stabiles Internet – Smartphone. Minimalismus pur.

Natürlich ist es schön, etwas zum „Anfassen“ zu haben – so freue ich mich wie Bolle, wenn ich meine Freunde nach langer Abstinenz mal wieder in die Arme schließen kann.

Auch mal ein echtes Buch in der Hand zu halten macht mir echte Freude.

Aber ich muss nicht jedes Buch, dass ich mal gelesen habe wie eine Trophäe in das Bücherregal stellen. Gerne gebe ich diese weiter – je mehr Menschen es lesen um so besser ist die Ökobilanz (und ich hab beim nächsten Umzug weniger zu schleppen).

Was mir auch hilft, wenn ich mich von Sachen trennen möchte ist es, wenn ich ein Foto von dieser Sache mache und es somit immer mal wieder anschauen kann, wenn ich möchte.

Und noch schöner als viele Dinge, die wir sammeln ist doch die Erinnerung daran. So werde ich demnächst vielleicht weniger Steine vom Strand sammeln und versuchen mir einfach das Gefühl einzuprägen, wie sich der Sand anfühlt, der zwischen den Zehen durch rieselt.

Sammlungsauflösungen lassen sich übrigens auch ganz hervorragend in tolle Erlebnisse umwandeln – so habe ich die letzte meiner Computerspielesammlungen gewinnbringend in ein Wochenende in Amsterdam umgesetzt.

Vielleicht ist dies auch ein Anzeichen für das Alter – mehr Momente zu sammeln und weniger Besitz anzusammeln. Vielleicht aber auch nicht. 😉

Hier meine 5 Tipps für einen minimalistischen Reisestil (no Sammelwut allowed!)

  1. Alles was doppelt ist, Zuhause lassen! Ausnahme: Unterwäsche
  2. Kleine Packungen wählen – häufig braucht man viel weniger als man denkt
  3. Wenn möglich, die Umverpackungen auch weglassen
  4. Urlaubslektüre nach dem Auslesen vor Ort verschenken
  5. Klamotten: alles sollte miteinander kombinierbar sein und aus Wolle oder anderen, schnell trocknenden Materialien sein

Hi, ich bin Marni. Meinen ersten Blog habe ich 2001 gestartet und hier möchte ich Euch inspirieren und viele Tipps für ein gutes Leben geben. Ich mag es entspannt und liebe einfache Lösungen – ob im Job, auf Reisen oder zu Hause. Meine Brötchen verdiene ich als Social Media Consultant und Content Managerin.

Wo ist nur das Jahr geblieben?

Man fragt sich doch manchmal wirklich, wo sie bleibt - die Zeit.
Man fragt sich doch manchmal wirklich, wo sie bleibt – die Zeit.

Man kennt das ja. Es ist noch nicht einmal der letzte Monat des Jahres angebrochen und dennoch fragt man sich – wo ist eigentlich das vergangene Jahr geblieben? Es werden fleißig mit der Familie Wunschlisten für das Weihnachtsfest getauscht (nur für die Kinder und „Kleinigkeiten“) – man schenkt sich ja nichts mehr. Aus dem Alter sind wir raus und es wächst fleißig die nächste Generation nach. Und bei einer so großen Familie reicht bald das Wohnzimmer kaum noch für alle Familienmitglieder – geschweige denn einen ganzen Sack voller Geschenke. Und wieder ist da das gute Gefühl: Weniger ist mehr.

Doch für das Jahr 2013 sollte das nicht zählen. Ein Wahnsinn, wenn ich bedenke, was in den nächsten Wochen noch so alles ansteht, bevor es heißen wird: „6,5,4,3,2,1 – Frohes Neues!“ Urlaube werden geplant, Projekte zum Abschluss gebracht und Verabredungen mit Freunden getroffen, die Weihnachten bei der Familie ein paar Tage bei den Eltern in der Heimat verbringen. Wo ist nur die Zeit geblieben? Ich wollte doch noch den großen Hausputz machen, aber lohnt sich das denn jetzt noch? Wo man in den nächsten Wochen eh mehr unterwegs als zu Hause ist?

Mal durchfeudeln ist schon drin, aber Fenster putzen? Jetzt? Nee, so ein Quatsch, wird ja eh schon so schnell dunkel, da hat man von den sauberen Fenstern eh nicht viel. Also zumindest diese Aktion wird verlegt auf nächstes Frühjahr. Das Altpapier wird auch immer mehr. Hat eben keiner Lust im Dunkeln zum Container zu traben. Mal gut, dass wir uns wenigstens Weihnachten nicht so viel schenken, dann gibt es wenigstens keine Geschenkpapierflut und so viele Konsumkartons.

Das Schönste an diesen dunklen Wochen ist ja ohnehin einfach mal in die Sauna zu fahren und dort das Altpapier und die Fenster zu ignorieren und sich einfach mal darauf zu konzentrieren, flach zu atmen, wenn der heiße Aufguss durch den Raum gefächert wird. Fußbad, Massagezimmer und Ruheraum sind die goldenen Orte, an die man sich zu dieser Zeit zurückziehen sollte. Und für das Immunsystem ist es auch noch gut. Volltreffer! In diesem Sinne mach ich mir jetzt eine Wärmflasche. Die Sauna für den Sonntagabend sozusagen. Schließlich gibt es gleich Tatort und dann kann morgen früh die neue Woche beginnen. Bis dahin werde ich keinen Gedanken an die Fenster oder den Papierstapel in der Küche verschwenden. – Versprochen.

Bild: Von twicepix unter CC-Lizenz veröffentlicht.

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